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zur Krimi Übersicht Leidenstour
Erstverkaufstag: 3. Juli 2009



Falls Sie es noch nicht wissen sollten: Die Tour de France startet in diesem Jahr in der Pfalz

Für den hoffnungsvollen Jungprofi Florian Scheuermann geht ein Lebenstraum in Erfüllung:
Er wird für den Rennstall der Radsport-Legende Bruce Legslow nachnominiert und darf an der diesjährigen Tour de France teilnehmen. Doch schon bald verfliegt seine anfängliche Euphorie.
Bei einer Trainingsausfahrt wird er Opfer eines heimtückischen Anschlags. Kurz darauf wird ein Mechaniker des Profi-Teams tot in seiner Werkstatt aufgefunden. Er wurde im Schlaf mit einer Fahrradkette erdrosselt. Steht dieser Mord mit den Dopingpraktiken in Zusammenhang, mit denen auch Florian mehr und mehr konfrontiert wird?
Als dann auch noch bei einer Pressekonferenz ein mysteriöser Doping-Kronzeuge durch ein Sprengstoffattentat getötet wird, entwickelt sich Florians verheißungsvoller Karrierestart endgültig zum Albtraum.


Pressekonferenz in Kaiserslautern. Ein Kronzeuge aus dem Radsportlager will auspacken. Doch bevor er die Bombe platzen lassen kann, sprengt man ihn in die Luft...
Die erste Leiche lässt im neuen Krimi von Bernd Franzinger nicht lange auf sich warten. Der neunte Fall von Kommissar Tannenberg, der sich um den Radsport und kriminelle Dopingpraktiken rankt, nimmt sofort Drive auf. In gewohnt plastischem Stil spult der Mölschbacher Autor einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Kriminalfilm vor dem inneren Auge des Lesers ab.
Die Rheinpfalz, 2.7.2009

Schleppende Beine ersetzen starke Arme - Bernd Franzinger mit neuem Krimi bei Thalia

Unentbehrlich für einen gelungenen Urlaub ist für Lesehungrige die passende Lektüre. „Leidenstour“ – der Titel klingt viel versprechend.
Mit einer Lesung in der Buchhandlung Thalia gewährte der Autor Bernd Franzinger einen Abend vor dem Erscheinungsdatum erste Einblicke in seinen neunten Krimi um Kommissar Tannenberg.
Ein bunt gemischtes Publikum hat sich bei sommerlichen Temperaturen eingefunden. Viele Tannenberg- Fans sind dabei. Ein Besucher erzählt stolz, dass er zwar zum ersten Mal eine Lesung besucht, daheim aber alle acht Bände der Krimiserie stehen hat. Vor Jahren hatte seine Tochter ein passendes Weihnachtsgeschenk gesucht und offensichtlich das Richtige gefunden. Als Lautrer, so erzählt er, kennt er die Schauplätze der Geschichten. Er begleitet den Ermittler gern im Geist bei den Streifzügen und ist immer wieder gespannt, in welchen vertrauten Ecken die Handlung spielt. Der Wiedererkennungseffekt ist eben das, was Franzinger-Fans schätzen. Dies erkennt man auch daran, dass ein erfreutes Gemurmel durch die Reihen geht, als der Autor eine Szene aus dem Zuhause der Tannenbergs vorliest. Das Familientreffen bei Kaffee und Kuchen klingt vertraut, und die ausgiebigen Dialoge, bei Pfälzern nicht unüblich, tragen sicher dazu bei, die Romanfiguren wie alte Bekannte erscheinen zu lassen.

Bevor Franzinger allerdings mit der Lesung beginnt, erzählt er erst einmal eine Anekdote über seine Recherche zum Thema Sprengstoffattentat. Das Publikum amüsiert sich, ist entspannt, und jetzt beginnt der Autor, sorgfältig ausgesuchte Passagen vorzulesen. Diese sind immer mit Spannung oder einem Gag versehen. Auch ein Wortspiel sorgt für Lacher: Der Radfahrer Lance Armstrong ist den Zuhörern bekannt. Seinen Namen kann man mit „starker Arm“ übersetzen. Im Buch nun gibt es eine Figur namens Bruce Legslow, was schleppendes Bein bedeutet. Doch worum geht es überhaupt im neunten Fall des Kommissars? Nun, es geht um Doping beim Radsport. Ein Kronzeuge will bei einer Pressekonferenz in Kaiserslautern sein Wissen auspacken. Doch dazu kommt es nicht, er wird ermordet. Die Kapitel des Buches sind, passend zur Tour de France, in Etappen gegliedert. Und, soviel sei hier verraten, es bleibt auch nicht bei einer Leiche. Doch genau beim Fund eines weiteren Opfers beendet der Schriftsteller die Lesung und lässt seine Fans neugierig zurück. Das Angebot, Fragen des Publikums zu beantworten, wird nicht angenommen, stattdessen strömen die Leute nach vorne, um sich Bücher signieren zu lassen.
Vermutlich wissen sie bereits, dass der Autor an seinem nächsten Buch arbeitet und vorerst kein Grund besteht, um Nachschub bei den Tannenberg- Krimis zu bangen. Viele Ideen habe er noch im Kopf, erzählt Franzinger, die niedergeschrieben werden wollen. Mit dem Schreiben hat er seine Leidenschaft, mit der Figur Tannenberg eine Nische im heiß umkämpften Buchmarkt gefunden.

Karin Olle in Die Rheinpfalz, 4.7.2009
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